Malaria

Malaria ist die häufigste parasitäre Tropenkrankheit. Es existieren vier für den Menschen gefährliche Malariaerreger: Plasmodium falciparum, P. vivax, P. ovale und P. malariae. Durch den Stich der vorwiegend abends und nachts aktiven Anophelesmücke können die Erreger übertragen werden. Gefährdet sind hauptsächlich Personen mit erstmaligem Malariakontakt, das heisst Kinder in den betroffenen Gebieten und Reisende.

Nach einer symptomlosen Entwicklungszeit von mindestens 6 Tagen in der Leber treten Parasiten in die Blutbahn über und befallen rote Blutzellen, in denen sie sich weiterentwickeln. Bei der Zerstörung von roten Blutkörperchen treten Symptome auf, d.h. frühestens 6 Tage nach der Ansteckung, unter Umständen aber auch erst nach Monaten oder mehr als 1 Jahr später.

Die Anzeichen der Malaria sind uncharakteristisch und können leicht mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Vorherrschend sind grippale Symptome wie Fieber (>37,5°C, immer messen!), Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, manchmal aber auch Bauchweh, Erbrechen und Durchfall.
Die Erkrankung kann nur durch einen Bluttest einwandfrei diagnostiziert werden. Die auf dem Markt erhältlichen Testkits sind hilfreich für geübtes Laborpersonal, aber nicht für Laien. Die Malaria erfordert immer eine notfallmässige ärztliche Behandlung. Ab dem 6. Tag nach Einreise in ein Malariagebiet muss bei jedem unklaren Fieber mit grippalen Symptomen ein Arzt so schnell wie möglich durch einen Bluttest eine Malaria bestätigen oder ausschliessen.

Vorbeugung

Schutz vor Mückenstichen

  • Eindringen der Mücken ins Haus/Schlafzimmer verhindern: Fliegengitter an den Fenstern anbringen, abends Fenster und Türen schliessen
  • Insektizide im Raum versprühen oder Insektizidverdampfer benutzen zum Schlafen Klimaanlage in Betrieb nehmen oder Moskitonetz verwenden
  • sobald es dunkel wird helle Kleider mit langen Ärmeln, Hosen und Socken tragen
  • Kleider und Moskitonetz mit einem Insektizid vorbehandeln
  • unbedeckte Körperstellen mit insektenabstossenden Mitteln (Repellentien) einreiben oder einsprühen

Medikamente

  • Bei Reisen in ein Gebiet mit hohem Malariarisiko muss eine medikamentöse Vorbeugung (Chemoprophylaxe) durchgeführt werden.
  • Für Regionen mit einem geringeren Übertragungsrisiko wird die Mitnahme eines Notfallmedikamentes empfohlen. Das Medikament wird bei Verdacht auf Malaria sofort eingenommen, sofern kein Arzt erreichbar ist.

Vergessen Sie nicht, dass Malaria auch erst Wochen nach Ihrer Rückkehr aus einem Malariagebiet auftreten kann!