Zecken

Zecken: das Wichtigste in Kürze

Zecken setzen sich auf niedrig wachsenden Pflanzen, warten auf einen vorübergehenden Wirt und lassen sich von diesem abstreifen. Zecken fallen nicht von den Bäumen.

Zecken können verschiedene Erreger übertragen und damit unterschiedliche Krankheiten verursachen. Die zwei wichtigsten bei uns sind die Lyme-Borreliose (bakteriell) und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME, viral).

Wie kann man sich gegen Zecken schützen?

  • hautbedeckende, anliegende Kleidung tragen (Socken über die Hosen stülpen, geschlossene Schuhe tragen)
  • insektenabweisende Mittel 20 Minuten vor Exposition auftragen
    • Antibrumm® Zecken Stopp (Wirkdauer ca. 6 Stunden, ab 2 Jahren)
    • Antibrumm® forte (Wirkdauer ca. 4 Stunden, ab 12 Jahren)
    • Antibrumm® Sensitive (Wirkdauer ca. 4 Stunden, ab 2 Jahren)
    • Antibrumm® Naturel (Wirkdauer ca. 4 Stunden, ab 1 Jahr, <1 Jahr Kleider einsprühen)
  • wenn möglich Unterholz (Büsche, Sträucher) und Waldlichtungen meiden
  • nach Aufenthalt im Freien Körper systematisch nach Zecken absuchen (beliebte Körperstellen: warme, feuchte und dünne Hautpartien wie Kniekehle, Leistenbeuge, Innenseite der Oberschenkel, Achselhöhle, Hals, Nacken und Haaransatz. Bei Kindern häufig auch behaarte Kopfstellen)
  • FSME ist eine durch Viren verursachte Erkrankung, die deshalb nicht mit Antibiotika behandelt werden kann. Das Risiko einer Infektion kann aber mit einer vorgängigen Impfung minimiert werden. Borrelien sind Bakterien, die mit Antibiotika spezifisch behandelt werden können.

Gerne entfernen wir Ihre Zecke in der Apotheke

Vorgehen beim Zeckenstich:

  • Zecke möglichst schnell entfernen, am besten mit einer feinen Pinzette durch Fassen direkt über der Haut und mit kontinuierlichem Zug (nicht drehen)
  • bei einer Zeckenentfernung kann es durchaus vorkommen, dass Reste der Zecke in der Haut zurückbleiben. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um den Kopf der Zecke, sondern um einen Teil des Stechapparates. Dieser kleine Fremdkörper wird meist von selbst nach einiger Zeit abgestoßen und stellt kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. Daher muss dieser nicht zwingend entfernt werden. Die Hautstelle sollte aber weiterhin desinfiziert werden.
  • vorgängig kein Öl anwenden
  • Stichstelle nach Entfernen der Zecke desinfizieren (z.B. Betadine®)
  • Einstichstelle während 4 Wochen beobachten und im Idealfall auch dokumentieren (Foto mit Smartphone, Datum)

Bei welchen Symptomen ist ein Arztbesuch notwendig?

  • grippeähnliche Symptome etwa 7-14 Tage nach Zeckenstich (Kopfschmerzen, Fieber >38.5°C, Müdigkeit oder Gelenkbeschwerden)
  • örtliche Entzündung der Haut ohne Juckreiz nach Tagen bis mehreren Wochen (Erythema migrans = Wanderröte): Rötung, die sich ausdehnt, wandert und ringförmig wird (siehe Bild unten)
  • bläuliche Schwellung von Ohrläppchen, Brustwarze oder Hodensack, Gelenkschwellungen und Sensibilitätsstörungen
  • Wanderröte